Neue Initiative Bildungsförderung

für eine nationale Bildungsagentur und dreistufige Studienfinanzierung

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Vorschläge und Forderungen der Neuen Initiative Bildungsförderung für 2010

Samstag 2. Januar 2010 von frih

Die Neue Initiative Bildungsförderung hat konkrete Vorschläge für eine Studienfinanzierung ausgearbeitet und u.a. demonstriert, dass durch die Umwandlung des Kindergeldes in Bildungsgeld sowie durch eine Neuregelung von BAföG & anderen sozialstaatlichen Ausgaben eine Finanzierung des Studiums kostenneutral realisiert werden kann. Angesichts der Steuersenkungspläne der neuen Regierung müssen die Studierenden davon ausgehen, dass sie nicht zu dem bevorzugten Klientel der Koalitionspartner gehören und dass kein Geld für Bildungsreformen in den nächsten Jahren übrig bleiben wird. Im Jahr 2010 erwarten wir dennoch von der schwarz-gelben Koalition, dass sie das Recht auf ein freies Studium mit einem rechtlich abgesicherten Anspruch auf Finanzierung des Studiums endlich in Kraft setzt.

In den Vorschlägen der Neuen Initiative Bildungsförderung wird ein leistungsorientiertes Fördersystem mit sozialen Komponenten entworfen, welches die individuellen Qualitäten fördern wird. Es wird ein großer Bogen von bekannten Forderungen & Ideen (u.a. Bildungsgeld) über die kostenneutrale Finanzierung bis hin zu institutionellen Maßnahmen der Realisierung vollzogen. In dem Strategie-Paper wird u.a. nachgewiesen, dass durch die Abkoppelung der Bildungsförderung vom Elterneinkommen eine leistungsbezogene Vollfinanzierung der beruflichen und akademischen Ausbildung kostenneutral realisierbar ist. Mit der dreistufigen Studienfinanzierung wird eine Differenzierung der Bildungsförderung umgesetzt, die den Gründsätzen einer modernen solidarischen Gesellschaft Rechnung trägt:

Allein die Aussicht, sich ohne finanzielle Unsicherheiten auf das Studium konzentrieren zu können, wird auf den Großteil der Studierenden wie eine „Erlösung“ wirken: Durch die dreistufige Studienfinanzierung entfällt u.a. der oft unsinnige Papierkrieg mit dem BAföG-Amt (der ohnehin lediglich für jeden vierten Studenten Erfolg verspricht), die problematische Job-Suche und die verlorene Zeit in meistens schlecht bezahlten Mini-Jobs, und vor allem die oft emotional belastende bis demütigende Verhandlung mit den Eltern über ein etwas „höheres Taschengeld“ während des Studiums.

Die erste Voraussetzung dafür, dem bislang hohlen „Bildungsrepublik“-Appell der Kanzlerin eine stabile Grundlage zu geben, ist daher ein verbrieftes Recht auf Finanzierung des Studiums und ein Systemwechsel in der Bildungsförderung.

Siehe die ungekürzte Pressemitteilung „Der Rechtsanspruch auf Finanzierung des Studiums“ im Downloadbereich

Ergänzung am 04.01.2010

Die Pressemitteilung ist bereits bei den folgenden Online-Diensten erschienen:

openPR, press::network, Pressemitteilung WebService, Fair-News.de, Offenes-Presseportal.de, news4press, newsmax, premiumpresse u.v.a.m.

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Bundesagentur für Bildung & nationaler Bildungsfond – Wege aus der Agonie der Bildungspolitik

Dienstag 8. September 2009 von frih

Die Neue Initiative Bildungsförderung hat am Wochenende eine Pressemitteilung an ausgesuchte Online-Medien geschickt. Dort wird u.a. bekräftigt, dass die Einrichtung einer zentralen Bundesagentur für Bildung & eines nationalen Bildungsfonds die wichtigsten Maßnahmen sind, um der Systemfalle des Bildungsföderalismus zu entfliehen. Wir möchten diese Vorschläge der Neuen Initiative als Medizin gegen die akuten Lähmungserscheinungen in der Bildungspolitik empfehlen. Die Pressemitteilung kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden.

Wie es aussieht, wird Bildung nun doch ein wichtiges Thema im Endspurt des Superwahljahres. Zur Debatte stehen insbesondere das im Föderalismusvertrag festgeklopfte Kooperationsverbot, das von der SPD, den Grünen & den LINKEN sowie den Gewerkschaften heftig kritisiert wird. Ferner werden Vorschläge dieser drei Parteien über Bildungssoli hie & da diskutiert. Wenn der Bildungssoli den bisherigen Solidarzuschlag ablösen würde, so ergäbe sich auch hier die Möglichkeit einer kostenneutralen Etablierung eines nationalen Bildungsfonds.

Alle im Bundestag vertretenen Parteien wollen die Bildungsförderung restrukturieren – mit Ausnahme der CDU/CSU, die es weiterhin für eine gute Bildungspolitik hält, die ohnehin immer schon steuerlich benachteiligten Familien mit der Finanzierung der Ausbildung alleine zu lassen. Wie die Lasten der Ausbildungskosten neu verteilt und wie das Existenzminimum der Auszubildenden & Studierenden gesichert werden soll, bleibt in den Wahlprogrammen der etablierten Parteien allerdings recht diffus, aber hoffnungsfroh. Mit der Pressemitteilung möchten wir daher auf die konkreten Vorschläge der Neuen Initiative Bildungsförderung aufmerksam machen; sie enthalten neue Ideen & realisierbare Wege aus der aktuellen Agonie der Bildungspolitik. Der eigentliche Schwerpunkt in verbleibenden Wahlkämpfen sollte allerdings auf dem Lebensumfeld und den Studienbedingungen der Auszubildenden & Studenten liegen. Die Frage der direkten Förderung, der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der leistungsorientierten Motivation muss somit in den Vordergrund gerückt werden.

Dank der Online-Pressedienste ist unsere Pressemitteilung ubiquär sichtbar: Das pressnetwork brachte sie am schnellsten, dank openPR landet sie gleich weit oben bei Google & anderen Suchmaschinen und in der interessanten Beta-Version von News4press wird sie bewertet bzw. „geratet“. Ein Novum gibt es auch: Im neu gestalteten Community-Bereich der Zeit-Online ist die Pressemitteilung als Leserartikel erschienen.

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