Neue Initiative Bildungsförderung

für eine nationale Bildungsagentur und dreistufige Studienfinanzierung

Bildungsagentur statt BAföG

Eine zentrale Bundesagentur für Bildung sollte vor allem die Chancengleichheit in der Bildung garantieren, aber auch die faire & effektive Verteilung von zulassungsbeschränkten Studienplätzen überwachen sowie Qualitätskriterien & einzelne Maßnahmen der Bildungsförderung nach bundesweit einheitlichen Standards bündeln & festlegen.

Die einzelnen Komponenten des Bildungsgeldes bilden eine kalkulierbare Grundlage in der Bildungsökonomie. Der stets lodernde Streit (zwischen Bund & Ländern, Länder- & Uni-Verwaltung etc.) über Kompetenzen in der Bildungspolitik kann somit im Diskurs über die Art der Normen & die Qualität der Leistungsnachweise versachlicht werden. Vieles spricht dafür, dass sowohl die einzelnen Komponenten des Bildungsgeldes als auch die zentrale Bundesagentur für Bildung sukzessiv klare & einheitliche Spielregeln schaffen und somit einen sachlichen & fruchtbaren Boden für die künftigen bildungspolitischen Debatten & Entscheidungen bereiten werden.

Es wird hier davon ausgegangen, dass der Bundesagentur für Bildung sämtliche Zuständigkeiten für die post-schulische Ausbildung übertragen werden. In der Konsequenz könnten die BAföG-Ämter in ihrer aktuellen Form vollständig abgeschafft werden, da die Bildungsagentur deren verbliebene Aufgaben in die neue Praxis übernehmen bzw. umfunktionieren würde.

Die nationale Bildungsagentur würde die angemessene Gestalt zur Verwirklichung dieses Systemwechsels in der Bildungsförderung bieten, wenn zugleich durch die vollständig digitalisierte Abwicklung des Bildungsgeldes eine virtuelle Arbeitsumgebung aller Beteiligten geschaffen wird, und zwar unter den Maßstäben des Electronic Government und dem damit verbundenen Bürokratieabbau.